Ohrgeräusche und Tinnitus

Was ist Tinnitus?

Tinnitus ist das lateinische Wort für "Klingeln", umfasst aber heute jede Art von Geräuschen wie Brausen, Brummen, Pfeiffen etc. Tinnitus stellt an sich keine Diagnose dar, sondern beschreibt nur den Zustand, dass jemand ein Geräusch im Ohr hat.

Jeder Mensch hat schon einmal ein Geräusch im Ohr gehabt. Dies ist vollkommen normal und verschwindet in aller Regel sehr schnell wieder. Nur sehr selten sind Ohrgeräusche Anzeichen einer ernsten Erkrankung!

Häufige Ursachen für Ohrgeräusche:

  • Pfropf aus Ohrenschmalz im Gehörgang
  • Mittelohrentzündung
  • Probleme mit dem Kiefer und der Kaumuskulatur (CMD)
  • Probleme mit der Halswirbelsäule
  • Meniere-Krankheit (anfallsartig auftretend: mit Schwindel, Hörverlust und Tinnitus)
  • Otosklerose (Verknöcherung von Anteilen des Mittelohres und/oder Innenohres)
  • Lärmtrauma (Discobesuch etc.)
  • Bluthochdruck

In einigen Fällen läßt sich jedoch keine der o.g. Ursachen feststellen. Möglicherweise handelt es sich um ein Symptom des Hörsystems , bei dem ein Fehler in der Schallverarbeitung im Gehirn aufgetreten ist. Hierbei kann es auch zur Hörminderung und Überempfindlichkeit des Gehörs kommen.

Was ist mit Stress als Auslöser?

Stress ist ein wichtiger Trigger für Tinnitus. Beim Stress kommt es zu einer Überforderungssituation des Organismus, der mit einer gesteigerten Anspannung einhergeht. Der Muskeltonus steigt, die Muskulatur verkrampft sich und schmerzt. Sehr häufig tritt dies insbesondere im Bereich der Nacken und Kaumuskulatur auf ( " Beiß die Zähne zusammen und durch"). Dadurch kommt es einerseits zu einem extremen Druck auf den Kiefer und andererseits zu Verspannungen im Bereich der Halswirbelsäule. Diese Kombination kann zu einem unangenehm lauten Tinnitus mit und ohne Schwindel führen.

Gibt es unterschiedliche Arten von Tinnitus?

Ja, es gibt:

  • subjektiven Tinnitus ( Dieser kann nur von der entsprechenden Person wahrgenommen werden.)
  • objektiven Tinnitus (sehr selten; ausgelöst z.B. durch eine Verengung der Halsschlagader)
  • primären oder idiopathischen Tinnitus ( für diesen lassen sich keine Ursachen finden s.o.)
  • sekundären Tinnitus ( er ist Folge einer anderen Erkrankung z.B. Zähneknirschen s.o.)
  • akuten Tinnitus ( es handelt sich um ein Ohrgeräusch, das weniger als 3 Monate besteht)
  • chronischen Tinnitus ( Ohrgeräusche > 3 Monate)
  • Intensitätsunterschiede in der empfundenen Lautheit der Geräusche ( von sehr leise bis quälend laut)

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Eine spezifische Arzneimitteltherapie mit nachgewiesener Wirksamkeit zur Behandlung des
chronischen Tinnitus steht nicht zur Verfügung. Hingegen können therapierbare Komorbiditä-
ten (z.B. eine Depression) spezifisch mit Arzneimitteln behandelt werden.(Opens external link in new windowAWMF: Leitlinie Chronischer Tinnitus)
Zunächst muss nach der Ursache gesucht und diese dann behandelt werden; dann verschwindet der Tinnitus wieder. Schwieriger ist es, wenn keine Ursache zu ermitteln ist, es sich also um einen idiopathischen Tinnitus handelt. Dann muß man den Betroffenen Strategien an die Hand geben, womit sie lernen das Geräusch aus zu blenden und damit den Leidensdruck zu senken (z.B. Tinitus-Retraining oder KVT)

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